10 Wichtige SEO Begriffe für WordPress Millionäre von Morgen

Zuletzt aktualisiert: 28. Februar 2017 | in SEO

Ich habe bei meinem aktuellen Guide zum Amazon Affiliate Marketing gemerkt, dass manche Begriffe für dich möglicherweise noch völlig neu sind. Dort zeige ich Schritt für Schritt, wie du mit WordPress eine Nischenseite aufbaust, die Amazon-Produkte empfiehlt und dabei locker ein paar hundert Euro pro Monat an Provisionen generiert.

Das Problem ist: Selbst in diesen Einsteiger-Guides komme ich manchmal um spezifische SEO- bzw. WordPress-Begriffe nicht herum, und da die Artikel sowieso schon recht ausführlich sind, will ich dort nicht noch zusätzliche Sektionen zur Begriffserklärung einbauen. Also dachte ich, dass ich dir heute eine kurze und knackige Übersicht zu den wichtigsten SEO Begriffen für WordPress geben werde.

Eine Sache, die immer wieder missverstanden wird, gleich vorneweg: Du brauchst nicht programmieren zu können, um Webseiten zu bauen und SEO zu machen. WordPress ist das weltweit am meisten genutzte CMS (Content Management System, oder auf gut deutsch: Software zur Erstellung von Websites), auf der über 75 Millionen Websites aufgebaut sind. Die Benutzung ist kinderleicht, und falls du da auch noch Hilfe brauchst, findest du hier einen ausführlichen Guide dazu.

Jetzt aber zu den SEO Begriffen. Dazu gibt es erstmal zwei Dinge zu sagen: Erstens, die meisten dieser Begriffe sind englische Wörter und sollten besser nicht auf deutsch übersetzt werden (Title Tag hört sich doch besser an als „Titel Etikett“, oder?). Und zweitens, es ist nicht nur wichtig zu wissen, was diese Begriffe bedeuten, sondern wie du sie effektiv für deine WordPress Seite verwendest. Ich beherzige in diesem Artikel beide Dinge.

Also dann – zu den aktuell 10 wichtigsten SEO Begriffen, die du drauf haben solltest, wenn du der nächste WordPress Millionär werden willst oder dich erstmal beim Affiliate Summit oder Digital Nomad Meet & Greet nicht blamieren willst und die du deiner Oma um zwei Uhr morgens klipp und klar erklären können solltest:

1. Title Tag

SEO Begriff Title Tag

Der Title Tag ist die Überschrift deines Posts bzw. deiner Seite. Ganz, ganz wichtig für On-Site SEO. Was meine ich damit? Ganz einfach: Im Title Tag solltest du die wichtigsten Keywords deines Artikels verwenden. Wenn du also einen Post zu den 5 besten Sky Bars in Bangkok schreibst, dann verwende auch all diese Keywords in deinem Title Tag.

Als konkret: „5 Beste Sky Bars in Bangkok“

Da hast du die 3 wichtigsten Keywords eingebunden: Beste (die Leute suchen gerne nach „beste“ oder „top“), Sky Bars (das Thema deines Artikels) und Bangkok (der Ort). Du könntest den Title Tag noch ansprechender gestalten und beispielsweise schreiben: 5 Beste Sky Bars in Bangkok mit Hangover-Effekt. Hangover-Effekt ist hier zwar kein Keyword, erhöht aber die Click-Through-Rate – also die Wahrscheinlichkeit, dass die Leute von SERPs (Seite der Suchergebnissen) auf deine Seite klicken.

2. Slug

SEO Begriff Slug

Der Begriff „URL“, also Link-Adresse, sollte dir schon bekannt sein. Falls nicht, dann muss ich dich in den Kindergarten zurückstufen und dir diesen Wikipedia-Artikel als Hausaufgabe bis zum nächsten Montag aufgeben.

Was aber ist ein Slug? Ganz einfach: alles, was im URL nach dem Domain-Namen kommt. Siehe Screenshot oben. Der Slug ist deswegen so wichtig für die SEO, weil er einerseits das Haupt-Keyword beinhalten sollte, andererseits aber kurz und knackig gehalten sein sollte. Die Würze (äh, Kürze) ist zwar kein Ranking-Signal von Google, erhöht aber aufgrund ihrer Anschaulichkeit wiederum die Click-Through-Rate von potentiellen Besuchern auf der Seite der Suchergebnissen.

3. Keywords

Keywords sind der wichtigste Bestandteil, die Grundlage jeder SEO Strategie. Wenn du eine neue Website startest, solltest du dir im Klaren darüber sein, über welche Themen du schreiben willst. Dabei ist es wichtig, dich auf ein bestimmtes Themengebiet, eine sogenannte Nische zu fokussieren. Nur so wirst du auf lange Sicht mit deiner Website Erfolg haben, weil du für deine Zielgruppe als der Experte zu diesem Thema giltst und Google Seiten mit Fokus auf bestimmte Nischen generell besser rankt.

Und jedes Mal, wenn du einen neuen Artikel schreibst, solltest du die Keywords geschickt, aber natürlich in deinem Text mit einbinden. Keywords sind die Wörter oder Phrasen, für die du ranken willst. Also nochmal zum Beispiel zu den 5 Besten Sky Bars in Bangkok: Verwende die Wörter „beste“, „Sky Bar(s)“ und „Bangkok“ mehrere Male im Artikel, sodass die Chancen steigen dafür zu ranken. Natürlich nicht übertreiben (vergiss die sogenannte „Keyword-Dichte“, Google ist mittlerweile in der Lage Müll zu erkennen). Synonyme sind auch immer gut: z.B. „Top“ oder „beliebteste“ oder „bekannteste für „beste“ oder „Rooftop Bar“ für „Sky Bar“.

4. Content

SEO Begriff Content

Der Text auf deinen Seiten. Also alles, was nach dem Title Tag kommt. Einige Schlaumeier behaupten, der Title Tag wäre das wichtigste Element bei der On-Site SEO. Das ist natürlich quatsch. Der Content ist mit Abstand das Wichtigste! Du kannst den sexiesten Title Tag Thailands haben, aber wenn dein Content langweilig und einfach unnützlich ist, dann wirst du dafür auch nicht ranken.

Redcat empfiehlt dringend: Halte dich nicht zu lange mit dem Title Tag auf, sondern konzentriere dich am Anfang immer auf den Content. Ich mache es meist so, dass ich schnell einen Title Tag eintrage, der mir gerade einfällt, und ändere ihn dann später oft noch mehrere Male, während ich an meinem Content arbeite – da kommen dann meist die guten Einfälle für einen schönen Title Tag. Der Content aber, der ist das Fleisch und Blut deiner Seiten.

5. SERP

SEO Begriff SERP

Auch der beliebte SEO Begriff SERP kommt aus dem Englischen – eine Abkürzung für Search Engine Results Page. Also die Seite mit den Suchergebnissen. Wenn du mich an einigen Stellen auf dieser Seite Dinge sagen hörst wie „deine Seite hoch auf den SERPs zu ranken“, dann weißt du ab jetzt, dass ich dabei keinen epileptischen Anfall in meinen Händen hatte.

6. Meta Description

SEO Begriff Meta Description

Die Meta Description ist eine kurze Beschreibung deines Artikels mit bis zu 160 Zeichen. Sie war lange Zeit ein Google Ranking Faktor – ist sie aber nicht mehr, weil sie jahrelang missbraucht, manipuliert und vergewaltigt wurde (Stichwort „Keyword-Stuffing“). Heutzutage ist sie nur noch wichtig für die Click-Through-Rate:

Denn die Meta Description ist der Text, der im Snippet in den SERPs angezeigt wird (siehe Screenshot). Wenn du also eine knackige Beschreibung hast, dann erhöht das deine Chancen, dass die Leute auf deine Seite anstatt der deines Konkurrenten klicken. Ich persönlich benutze sie allerdings meistens nicht, weil WordPress automatisch eine Meta Description generiert und dabei freundlicherweise auch noch die Suchbegriffe fett markiert (siehe ebenfalls Screenshot).

Am einfachsten erstellst du Meta Descriptions für deine Seiten so: Installiere den All in One SEO Plugin für WordPress. Sobald er aktiviert ist, findest du unten im WP Post Editor Boxen, in der du sowohl den SEO Title Tag (falls unterschiedlich von deinem „richtigen“ Title Tag, meistens nicht) als auch die Meta Description eintragen kannst. Auf Deutsch heißen sie „Titel“ und „Beschreibung“.

7. Kategorien

SEO Begriff KategorienDieser Begriff wird meist mehr mit WordPress als mit SEO in Verbindung gebracht – zu unrecht. Kategorien sind extrem wichtig für die Struktur bzw. Navigation deiner Seite. Wenn du zum Beispiel eine Seite über Bangkok erstellst und Artikel zu den besten Sky Bars und Bars am Chao Phraya Fluss hast, dann füge dafür auch die Kategorien „Nachtleben“ hinzu.

So können die Besucher deiner Seite andere Artikel zum Nachtleben einfach finden (du kannst die Kategorie auch auf dein Menü packen). Der andere Nebeneffekt für intelligent gewählte Kategorien, die gleichzeitig auch noch Keywords sind, ist eine positive Auswirkung auf deine SEO und somit Google Rankings. So ranken deine Artikel auch für andere Suchbegriffe wie „bestes nachtleben am chao phraya“.

8. Title Attribute & Alt Attribute

SEO Begriff Title Attribute

Ein Aspekt bei der On-Site SEO, der oft völlig vernachlässigt wird. Es geht um die Bilder deiner Website. Du weißt bestimmt, dass du die Keywords in die Bildnamen aufnehmen solltest. Also nicht einfach „IMG_8301.jpg“ hochladen, sondern z.B. „Above 11 Sky Bar Bangkok.jpg“.

Das reicht aber noch nicht.

Nachdem du ein Bild im WP Post Editor eingefügt hast, klicke auf das Bild und auf „Bearbeiten“. Im nun erscheinenden Fenster trägst du einen passenden Namen für „Alternativer Text“ und „Bild title-Attribut“ ein. Ich nehme dafür immer denselben Namen wie der Bildname an sich. Der Grund: Google kann keine Bilder am Aussehen bewerten (zumindest noch nicht). Die Bild-Attribute sind daher die einzigen Wege um Google wissen zu lassen, was man auf ihnen sieht. Umso besser, wenn es sich dabei um deine Keywords handelt.

9. Links, Anchor Text, Redirect & No-Follow

Was ein Link ist, weißt du bestimmt schon. Falls nicht: Ein Verweis von einer Seite zu einer anderen Seite. Also zum Beispiel ein Link auf die Home Page von Stefan Redcat. Es wird außerdem zwischen Internen und Externen Links unterschieden.

  • Interne Links: Links zwischen Seiten innerhalb einer Website (das obige Beispiel ist ein interner Link)
  • Externe Links: Links zwischen Seiten zweier verschiedener Websites (auch als Backlinks bekannt)

Zum Thema Links solltest du noch drei andere wichtige Begriffe wissen:

  • Anchor Text: Der Text, mit dem du von einer Seite auf eine andere verlinkst (auch als Linktext bekannt). Im obigen Beispiel ist der Anchor Text „Link auf die Home Page von Stefan Redcat“. Der Anchor Text war mal ein wichtiges SEO Kriterium, weil Google damit auf den Inhalt der verlinkten Seite schließen könnte. Aber auch dieses Mittel wurde so radikal missbraucht, dass es mittlerweile weniger als Ranking Faktor sondern mehr als Click-Through Faktor entscheidend ist.
  • 301 Redirect: Falls du einmal den Slug einer deiner Seiten änderst (nicht empfehlenswert, lieber gleich gut überlegen), dann entstehen dadurch möglicherweise „tote Links“, also Links von anderen Seiten zu dieser Seite, die nun eine falsche Linkadresse haben.
    In solchen Fällen hast du 2 Möglichkeiten: Entweder änderst du die Links auf den jeweiligen Seiten manuell, oder du erstellst einfach einen 301 Redirect (ist ganz einfach mit dem Simple 301 Redirects Plugin für WordPress – im wahrsten Sinne des Wortes).
  • No-Follow Links: Google gewichtet generell alle Links auf deiner Seite gleichmäßig. Wenn du aber bestimmte Seiten, wie die Kontakt-, About- und Datenschutz-Seite weniger gewichtet haben möchtest (damit andere Seiten stärker werden und sie so besser ranken), dann kannst du die Links zu diesen Seiten mit einem No-Follow Attribut versehen.
    Im nachfolgenden Beispiel ist der No-Follow Tag mit grün markiert:
    <a href=“http://www.stefanredcat.com/datenschutz/“ rel=“nofollow>Datenschutz</a>

10. On-Site & Off-Site SEO

Search Engine Optimization ist in 2 Bereiche geteilt:

  • On-Site SEO: Die Optimierung deiner Seite auf WordPress. Ein paar Punkte habe ich schon angesprochen, den Rest findest du in meinem WordPress SEO Guide.
  • Off-Site SEO: Das promoten deiner Website auf anderen Plattformen. Zur Effektivität: 90% davon sind Backlinks von anderen Websites zu deiner Seite, 9% Social Signals und 1% das Word-Of-Mouth-Marketing deiner stolzen Mama für deine neue, super „Homepage“.

So ich hoffe, du bist noch nicht am einschlafen. SEO ist aber eines der wichtigsten Dinge zu lernen, wenn du mit deinem Online Business erfolgreich sein willst, und da musst du diese Grundbegriffe einfach drauf haben, bevor du auch nur daran denkst, dich an einen meiner anderen Artikel zu machen.

Falls du beim Lesen dennoch etwas träge geworden bist, kannst du dir ja erstmal eines meiner Videos auf YouTube anschauen, die dich wieder träumen lassen und zu neuen Taten anstiften werden.