WordPress SEO: Der einzige Guide, den du brauchst

Zuletzt aktualisiert: 28. Februar 2017 | in Guides | SEO

Wer eine Website erstellt, will meistens Besucher haben. Egal, ob das ein Hobby-Reiseblog für deinen ersten Trip nach Asien ist, oder ein Nischenblog, der dir in ein paar Monaten regelmäßige Provisionen einbringen soll.

Ich benutze WordPress für fast alle meiner Affiliate Seiten, die mir jeden Monat tausende Euros einbringen. Und ich benutze es auch für diese Seite.

Du musst dich beim Erstellen einer Website immer um zwei Dinge kümmern: Zum einen musst du interessanten Content erstellen, der deiner Zielgruppe einen Mehrwert liefert. Und zum anderen musst du diesen Content vermarkten, damit er hoch auf Google rankt und du so möglichst viele Besucher auf deine Seite bekommst. Die einfachste und wohl bekannteste Art deinen Content zu vermarkten, ist SEO für deine Seite zu betreiben. Und das geht mit WordPress, dem weltweit am meist benutzten CMS, am einfachsten. Du musst nur wissen, was funktioniert.

In diesem Guide zeige ich dir, wie ich selbst jede einzelne meiner WordPress Seiten aufbaue. Denn obwohl sich meine Blogs und Nischenseiten auf den ersten Blick nicht ähnlich sehen, sind die Einstellungen, Plugins und SEO Taktiken immer dieselben. Ich weiß, dass das ein recht kontroverses Thema ist, und einige von euch werden zu manchen Punkten eine andere Meinung haben. Ich zeige dir hier einfach, was für mich und meine Kunden funktioniert, und wie du vielleicht weißt, funktioniert das gar nicht so schlecht.

Und damit würde ich sagen, lass uns loslegen.

WordPress SEO Basics

Bevor du dich daran machst, deine ersten Beiträge und Seiten zu erstellen, solltest du die Grundstruktur deiner Website einrichten. Das wird weniger als eine halbe Stunde dauern.

Einstellungen – Allgemein

Das Erste, was du nach der Installation einer jeden neuen WordPress Seite tun solltest: Gehe in die Allgemeinen Einstellungen. Trage dort den Titel sowie den Untertitel deiner Website ein. Und außerdem: Stelle sicher, dass dort die Sprache der Website richtig ist. Richtig heißt, wenn du eine deutsche Website baust, dann sollte sie deutsch sein, und wenn du eine englische Website baust, dann sollte sie englisch sein.

Wordpress Einstellungen 1

Das ist nicht nur wichtig für die Besucher deiner Website – die verschiedene Bereiche (z.B. Kommentare, Untertitel von Posts) in der richtigen Sprache sehen sollten, sondern auch im Hinblick auf die SEO – es zeigt Google, dass die Sprache auf der gesamten Seite einheitlich ist – und nicht nur im Backend auf WordPress, was viele glauben.

Einstellungen – Lesen

Wenn du eine Affiliate Seite baust, dann schreibst du bestimmt verschiedene Beiträge. Diese Beiträge willst du natürlich auf der Homepage übersichtlich anzeigen, und deswegen gehe in die Leseeinstellungen und stelle sicher, dass unter „Startseite zeigt“ der Punkt „Deine letzten Beiträge“ aktiviert ist, sowie weiter unten die „Kurzfassung.“

Wordpress Einstellungen 2

Dieser Punkt ist eher für die Nutzerfahrung wichtig, aber wirkt sich somit auch positiv auf deine SEO aus, denn wenn deine Leser deine Homepage übersichtlich finden und dort auf verschiedene Beiträge klicken, stärkt das auch deine Seite insgesamt.

Einstellungen – Diskussion

Ein hervorragende Möglichkeit, um Backlinks für deine neue WordPress Seite zu bekommen ist, zu anderen, etablierten Blogs zu verlinken – und sie das auch wissen zu lassen. Gehe dazu zu den „Standardeinstellungen für Beiträge“ und setze die Haken zu den ersten beiden Punkten:

Wordpress Einstellungen 3

Damit wird die Seite benachrichtigt, zu der du verlinkst (= Pingback). Wenn du eine oder mehrere Seiten regelmäßig in deinen Beiträgen erwähnst und lobst, dann hast du gute Chancen, dass sie in Zukunft auch mal zu dir zurücklinken – was sich extrem positiv auf deine SEO auswirkt.

Einstellungen – Medien

Ich empfehle, dass du unter „Dateien hochladen“ den Haken aus „Organisiere Uploads in monats- und jahresbasierten Ordnernentfernst.

Wordpress Einstellungen 4

Standardmäßig lädt WordPress deine Bilder in verschiedene Unterorder von Uploads auf deinem Server. Die URLs sehen dann ungefähr so aus:

  • http://www.stefanredcat.com/wp-content/uploads/2017/03/Wetter-als-Erfolgsfaktor.jpg

Es ist aber immer besser, die URLs so kurz und knackig wie möglich zu halten – nicht nur bei deinen Beiträgen und Seiten (siehe unten), sondern auch bei deinen Bildern, das wird oft vergessen. Wenn du den Haken entfernst, lädt WordPress alle deine Bilder (und andere Medien wie PDFs) in denselben „Uploads“ Ordner.

Die URLs sehen dann so aus:

  • http://www.stefanredcat.com/wp-content/uploads/Wetter-als-Erfolgsfaktor.jpg

Der eine Vorteil dabei ist, dass deine Bilder schneller geladen werden (wenn auch nur marginal), und andererseits ranken die Bilder besser auf Google’s Bildersuche, weil die Keywords (Bildname) früher im URL auftauchen.

Einstellungen – Permalinks

Das geht in dieselbe Richtung wie die vorherige Einstellung – nur geht es hier nicht um die URLs der Bilder, sondern die URLs der Beiträge. Wähle hier bei den „Gebräuchlichen Einstellungen“ den Punkt „Beitragsname“ aus.

Wordpress Einstellungen 5

Das verkürzt deine URLs auf das Wesentliche und verbessert deine SEO – du wirst in 5 Jahren mit Sicherheit besser ranken mit „website.de/ein-tag-in-bangkok“ als mit „website.de/2017/03/ein-tag-in-bangkok“.

SEO Plugins

Die meisten Plugins helfen dir dabei, deine Website zu gestalten. Es gibt aber auch Plugins, die wichtig für die SEO sind:

  • All in One SEO / Yoast SEO: Das sind die beiden beliebtesten SEO Plugins. Die Funktionen sind sehr ähnlich, aber ich benutze lieber den All in One SEO Plugin, weil er etwas übersichtlicher ist (und nicht so viele nervige Meldungen erscheinen). Trage hier auf jeden Fall den Titel und Untertitel deiner Seite ein. Auf die andere wichtige Funktion, die Meta Tags, komme ich gleich zu sprechen.
  • Google XML Sitemaps: Der einfachste Weg, um Google mitzuteilen, dass du eine neue Website hast. Der Plugin sendet jeden Tag automatische Updates deiner Sitemap an Google (und andere Suchmaschinen), sodass deine Seiten gecrawlt und indexiert werden.
  • WP Super Cache: Die Ladegeschwindigkeit deiner Seite ist ein extrem wichtiges SEO Kriterium. Ein Cache Plugin erstellt in regelmäßigen Abständen statische Versionen deiner Website, sodass nicht bei jedem Aufruf eine dynamische Version geladen werden muss, was viel länger dauern würde.

WordPress SEO auf den einzelnen Seiten

Nachdem du die wichtigsten SEO Grundeinstellungen auf WordPress vorgenommen und die Plugins sowie dein Theme installiert hast, kannst du dich an die Erstellung deiner Seiten und Beiträge machen.

Title Tag

Die meisten SEOs sind sich einig, dass der Title Tag der effizienteste Weg ist um Google wissen zu lassen, worum es auf deiner Seite geht. Er sollte nicht nur die Keywords beinhalten, für die du ranken willst, sondern auch ansprechend geschrieben sein. Schau dir meinen Title Tag von dieser Seite an: „WordPress SEO: Der einzige Guide, den du brauchst.“ Ich hätte auch schreiben können: „WordPress SEO Einsteiger Guide“. Ich lasse dich selbst entscheiden, was besser ist.

  • Genauere Informationen zum Title Tag findest du in meinem Guide zu den SEO Grundbegriffen.

Pro Tip:

Standardmäßig fügt WordPress in deinen Title Tags deinen Seitennamen hinzu. Das sieht dann in den Suchergebnissen so aus:

Wordpress SEO

Nachdem du ja für deinen Seitennamen sowieso schon rankst (es sei denn du hast eine EMD, was ich aber nicht empfehlen würde), brauchst du ihn im Title Tag eigentlich nicht mehr zu beinhalten – zumindest nicht aus SEO Gründen. Wenn du also längere Title Tags schreiben willst (z.B. mit mehr Keywords), dann kannst du deinen Seitennamen so entfernen:

Gehe in die Haupteinstellungen vom All in One SEO Plugin. Wähle hier die folgenden Einstellungen:

  • Homepage Titelformat: Stefan Redcat – mehr als nur Geld im Internet verdienen. (in meinem Fall)
  • Format Seitentitel: %page_title%
  • Format Beitragstitel: %post_title%

Das sind die wichtigsten Title Tags, bei den anderen (z.B. Kategorie-Titel und Archiv-Titel) kannst du selbst entscheiden, was du bevorzugst. Die sind aber längst nicht so wichtig für die SEO wie der Homepage-Titel und Beitragstitel.

Meta Tags

Wenn du dir die Suchergebnisse auf Google ansiehst, siehst du zu jedem Eintrag drei Dinge: Den Title Tag, den URL und das Snippet – eine Beschreibung der Seite mit maximal 160 Zeichen. Das ist die sogenannte Meta Description. WordPress erstellt sie für dich standardmäßig automatisch, aber du kannst sie auch selbst erstellen.

Wenn du das All in One SEO Plugin installiert hast, findest du im Post Editor unten eine Box mit drei Einstellungen: Custom Post Title (damit kannst du auf Google einen andere Title Tag anzeigen lassen als auf deiner Website – macht Sinn wenn er auf deiner Website länger ist als die vorgegebenen 60 Zeichen).

Als nächstes kommt die Meta Description. Und zum Schluss die Meta Keywords (mittlerweile kein Ranking Faktor von Google mehr).

Wordpress SEO 2

Alt Attribute

Die Alt Attribute solltest du konsequent nutzen und eintragen. Es geht hier um die Bilder: Speichere deine Bilder mit den Keywords ab, für die du ranken willst, und füge sie auch als alternativer Text sowie Alt-Titel-Attribut im Bild Editor hinzu. Das wird dir nicht nur helfen, auf der Bildersuche zu ranken, sondern für die Seite insgesamt, weil sie in Googles Augen relevanter für dein Thema erscheint.

Dein Content

Alles, was ich dir bisher gesagt habe, ist vollkommen nutzlos, wenn du keinen guten Content hast, der deinen Besuchern gefällt. Es bringt absolut nichts, wenn du einen super sexy Title Tag hast und alle Grundeinstellungen deiner Website eingerichtet hast wie im Guide beschreiben – wenn dein Text nicht gut ist, dann wirst du damit auch nicht ranken.

Sehe die Tipps einfach als Grundgerüst von deiner Website. Sie helfen dir, um das Fundament für deine SEO zu legen, aber allein damit wirst du natürlich noch nicht ranken. Konzentriere dich beim Erstellen deiner Seiten erstmal auf den Content, und anschließend optimiere ihn – verfeinere die Title Tags und Slugs, finde gute Bilder, setze die Meta Tags und Alt Attribute.

Kategorien vs Schlagwörter

Entweder oder. Ansonsten machst du die Navigation deiner Seite unnötig kompliziert – nicht nur für deine Besucher, sondern auch für Googles Spinne. Ich empfehle dir, Kategorien zu verwenden, weil du diese auch ins Menü mit einbinden kannst – Schlagwörter nicht. Außerdem lassen sich die Kategorien auch einfacher und anschaulicher direkt unter den Beitragsnamen anzeigen – was sich wiederum positiv auf die durchschnittlichen Seitenaufrufe pro Besucher auswirken kann, und damit auch einen positiven SEO-Effekt hat.

WordPress SEO Profi Tipps

www vs nicht-www

Das ist mittlerweile völlig egal. Es ist einfach Geschmacksache. Vor ein paar Jahren war es fast Pflicht, dass man die www-Version installiert – erinnerst du dich an die Sprecher der Tagesschau, wie sie immer langsam und deutlich sprachen: „… finden Sie im Internet unter www Punkt Tagesschau Punkt de.“ Das www signalisierte den Leuten, dass eine Internet Adresse folgt. Mittlerweile ist es aber verbreiteter, das www wegzulassen: „facebook punkt com“ – obwohl Facebook eine www-Subdomain hat.

Im Hinblick auf die SEO ist es auch vollkommen egal, ob www oder nicht. Denke also nicht zu viel darüber nach, sondern konzentriere dich auf die anderen Tipps in diesem Guide.

Interne Verlinkung

Damit sind die Links gemeint, die du zwischen den Seiten innerhalb deiner Website erstellst. Sie sind extrem wichtig. Stell es dir als Spinnennetz vor: Je mehr (sinnvolle) Links du hast, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass deine Besucher auf deiner Seite hängen bleiben, und auch andere Beiträge lesen.

So habe ich auch vorher zu meinem Guide zu den WordPress-Begriffen verlinkt, als ich darüber gesprochen habe. Und wenn wir schon beim Thema der internen Links sind – weiß du eigentlich, wer ich bin und was ich überhaupt mache?

NoFollow Links

Wenn andere Seiten zu dir verlinken, dann meistens auf deine Homepage. Das heißt, der meiste „Linksaft“ fließt immer von deiner Homepage auf die Unterseiten. Wenn du auf deiner Homepage Links zu bestimmten Seiten hast, für die du deinen Linksaft nicht verschwenden willst, dann solltest du im Link das NoFollow Attribut einfügen.

Ein gutes Beispiel ist die About Seite. Dafür willst du bestimmt nicht ranken und deinen Linksaft verschwenden. Normalerweise sieht ein Link ja so aus:

  • <a href=“http://www.stefanredcat.com/about“>Über Stefan Redcat</a>

Das NoFollow Attribut fügst du direkt nach dem URL ein:

  • <a href=“http://www.stefanredcat.com/about“ rel=“nofollow“>Über Stefan Redcat</a>

Dasselbe kannst du übrigens auch für deine „Weiterlesen“ Links auf der Homepage bzw. in den Kategorie Seiten machen.

Gehe zu Design – Editor – Index.php. Suche dort diesen Text:

  • <a href=“<?php the_permalink() ?>“

Füge dort das NoFollow Attribut hinzu:

  • <a href=“<?php the_permalink() ?>“ rel=“nofollow“

Obwohl ich bisher noch keine Probleme mit dem Benutzen von NoFollow Links zu meinem Vorteil hatte, hat Google schon öfter verlauten lassen, dass sie diesen Arten von Links etwas kritisch gegenüberstehen. Deswegen auf eigenes Risiko benutzen.

Webmaster Tools

Du solltest jede deiner Websites auf Google Webmaster Tools anmelden. Das hat verschiedene Vorteile: Du siehst deine Sitemap und wie viele Seiten schon indexiert sind, wie sie ranken, für welche Suchbegriffe du rankst, und ob es irgendwelche Probleme gibt, zum Beispiel tote Links („dead Links“). Dann kannst du einen 301 Redirect erstellen (ganz einfach mit dem Easy 301 Redirects Plugin für WordPress), sodass du den Linksaft nicht verlierst – und den Besucher auch nicht.

WordPress SEO – Offsite

Alles, was ich in diesem Guide besprochen habe, hat mit On-Site SEO zu tun. Fast genauso wichtig ist es aber, dass du auch Off-Site SEO machst. Und da zählt vor allem eins: Backlinks. Die kannst du dir grundsätzlich auf zwei Wegen holen: Auf Social Media Seiten, indem deine Seiten geteilt werden. Und auf anderen Websites in Form von „richtigen“ Backlinks.

Hier sind 5 der effizientesten Möglichkeiten um Backlinks aufzubauen:

  • Guest Posts: Du schreibst einen Artikel für einen etablierten Blog in deiner Nische und erhältst dadurch ein oder zwei Backlinks zu deiner Seite.
  • Roundup Posts: Du interviewst führende Blogger in deiner Nische zu einem bestimmten Thema und verlinkst dabei zu ihrer Seite. Im Gegenzug verlinken sie oft zu dir, sozusagen als Dankeschön.
  • Schreibe super Content: Denke am Anfang noch nicht so viel über die Links nach, und konzentriere dich voll auf deine Seite. Wenn du regelmäßig tollen, ansprechenden und hilfreichen Content schreibst, wird früher oder später jemand zu deiner Seite linken – ohne, dass du ihn darum bettelst.
  • Linke zu anderen Blogs: Viele Leute glauben mittlerweile, dass sie nicht „einfach so“ zu andern verlinken sollten – es ist ja schließlich die Konkurrenz. Ich sehe das anders. Wenn du glaubst, dass der Link hilfreich für deine Besucher ist, dann setze ihn auch. Google wird außerdem erkennen, dass du einen natürlichen Stil hast. Und wer weiß, der ein oder andere Seitenbetreiber, zu dem du verlinkst, wird sich freuen und könnte dir ebenfalls in Zukunft einen Link geben.
  • PBNs: Der Vorteil von Privaten Blog Netzwerken ist, dass du deine Nischenrelevanten und autoritären Links ganz einfach selbst aufbauen kannst.
    Das erfordert etwas mehr Erfahrung, aber ich kenne keinen erfolgreichen SEO, der kein eigenes PBN hat – auch ich habe eins.

Mit all den Tipps hier, bist du jetzt entweder richtig motiviert und voller Tatendrang, oder komplett überfordert und müde. Falls dem so sein sollte, gehe den Guide mit einer Tasse Kaffee nochmal ganz langsam durch, und wenn du immer noch Fragen hast, dann hinterlasse gerne einen Kommentar. Und davon abgesehen, nochmal: Die mit Abstand beste SEO, die du für deine Seite machen kannst ist, regelmäßig super Content zu erstellen und deinen Besuchern einen Mehrwert zu liefern.